Für Unternehmen, die VMware vSphere 8 einsetzen, rückt ein wichtiger Lifecycle-Termin näher: Am 11. Oktober 2027 endet der General Support für VMware vSphere 8.
Unternehmen sollten die verbleibende Zeit nutzen, um ihre bestehende Virtualisierungsumgebung zu bewerten und frühzeitig festzulegen, welche Plattform ihre Anforderungen in den kommenden Jahren am besten erfüllt. Dabei geht es um mehr als ein klassisches Versionsupgrade.
Der 11. Oktober 2027 ist der entscheidende Termin
Bis zum Ende des General Support erhalten Kunden mit entsprechender Supportberechtigung reguläre Produktunterstützung. Anschließend beginnt für vSphere 8 die Phase der Technical Guidance, die bis zum 11. Oktober 2029 vorgesehen ist. Der Leistungsumfang ist in dieser Phase jedoch deutlich eingeschränkter.
Insbesondere für produktionskritische Umgebungen sowie Infrastrukturen mit hohen Anforderungen an Sicherheit, Compliance und Verfügbarkeit sollte der 11. Oktober 2027 deshalb als wesentlicher Termin in der Infrastrukturplanung berücksichtigt werden.
Größere Plattformentscheidungen benötigen zudem ausreichend Vorlauf. Evaluierung, Budgetplanung, Architektur, Tests und Migration können je nach Größe und Komplexität mehrere Monate in Anspruch nehmen.
Nicht nur upgraden – die zukünftige Plattformstrategie überprüfen
Mit VMware vSphere Foundation 9.1 (VVF) und VMware Cloud Foundation 9.1 (VCF) stehen unterschiedliche aktuelle VMware-Zielplattformen zur Verfügung – von einer leistungsfähigen Virtualisierungsplattform bis zur integrierten Private-Cloud-Plattform.
Welche Variante passt, hängt nicht allein von der heutigen vSphere-Umgebung ab. Auch zukünftige Anforderungen an Betrieb, Automatisierung, Security, moderne Anwendungen und Private AI sollten berücksichtigt werden.
Abhängig von den technischen, wirtschaftlichen und strategischen Anforderungen kann es darüber hinaus sinnvoll sein, alternative Virtualisierungs- und Infrastrukturkonzepte in die Bewertung einzubeziehen.
Generation 9.1 bietet auch technologisch neue Möglichkeiten
Der Wechsel auf eine aktuelle Plattformgeneration ist nicht ausschließlich eine Lifecycle-Frage. VVF 9.1 und VCF 9.1 bringen auch interessante technologische Weiterentwicklungen mit.
Ein Beispiel ist Advanced Memory Tiering. Dabei können schnelle NVMe-Medien als zusätzliche Speicherebene zum klassischen Arbeitsspeicher genutzt werden. Bei geeigneten Workloads können dadurch neue Möglichkeiten zur Konsolidierung, besseren Ressourcenauslastung und Kostenoptimierung entstehen.
Hinzu kommen Weiterentwicklungen unter anderem bei Lifecycle Management, Betrieb, Security und Automatisierung. Die neuen Funktionen sollten deshalb ebenfalls Bestandteil einer zukünftigen Plattformbewertung sein.
Neue Plattform bedeutet nicht automatisch neue Hardware
Ein Wechsel von vSphere 8 auf eine Plattform der Generation 9 bedeutet nicht grundsätzlich, dass die bestehende Hardware vollständig ersetzt werden muss.
Ob vorhandene Server-, Storage- und Netzwerkkomponenten weiter genutzt werden können, hängt von der jeweiligen Konfiguration und ihrer Kompatibilität mit der Zielplattform ab. Eine frühzeitige Prüfung schafft Klarheit darüber, welche Investitionen weiter genutzt werden können und wo eine Modernisierung technisch oder wirtschaftlich sinnvoll ist.
Welche Fragen sollten Unternehmen jetzt klären?
Im ersten Schritt sollte nicht die Frage „Wie migrieren wir?“ im Mittelpunkt stehen, sondern „Welche Plattform benötigen wir zukünftig?“
Zu den wichtigsten Fragestellungen gehören:
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Welche Zielplattform passt zu unseren zukünftigen Anforderungen?
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Welche Auswirkungen haben die Veränderungen im VMware-Portfolio auf unsere bestehende Umgebung?
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Kann vorhandene Hardware weiter genutzt werden?
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Sollten alternative Virtualisierungs- und Infrastrukturplattformen bewertet werden?
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Welcher Zeitraum ist für Evaluierung, Planung und Migration realistisch?
Wer diese Fragen frühzeitig beantwortet, schafft mehr Handlungsspielraum für technische und wirtschaftliche Entscheidungen.
ACP unterstützt bei Analyse, Bewertung und Umsetzung
ACP begleitet Unternehmen von der ersten Bewertung ihrer bestehenden VMware-Umgebung über Architektur- und Plattformentscheidungen bis hin zur technischen Umsetzung und Migration.
Als VMware by Broadcom Pinnacle Partner und Expert Advantage Partner (EAP) verfügt ACP über höchste Partnerqualifikationen und eine besonders enge Anbindung an Broadcom. Im Rahmen des Expert Advantage Programms kann ACP zudem ausgewählte Professional Services im Auftrag von Broadcom erbringen.
Gleichzeitig ermöglicht unsere herstellerübergreifende Infrastrukturkompetenz, neben VVF und VCF auch alternative Plattformstrategien technisch und wirtschaftlich zu bewerten.
Sie möchten wissen, welche Auswirkungen der vSphere-8-Lifecycle auf Ihre Infrastruktur hat und welche Optionen für Ihre zukünftige Plattformstrategie bestehen? Unsere Spezialisten unterstützen Sie gerne bei einer ersten Einordnung Ihrer aktuellen Situation und der möglichen nächsten Schritte.
Häufige Fragen zum VMware vSphere 8 Lifecycle
Wann endet der Support für VMware vSphere 8?
Der General Support für VMware vSphere 8 endet am 11. Oktober 2027. Danach ist bis zum 11. Oktober 2029 eine Phase der Technical Guidance vorgesehen. Diese bietet jedoch einen deutlich eingeschränkteren Leistungsumfang als der reguläre General Support.
Muss ich künftig VMware Cloud Foundation einsetzen?
Nein. Welche Zielplattform geeignet ist, hängt von den individuellen Anforderungen ab. Neben VMware Cloud Foundation steht mit VMware vSphere Foundation eine weitere aktuelle VMware-Plattform zur Verfügung. Darüber hinaus können bei Bedarf auch alternative Infrastrukturkonzepte bewertet werden.
Wird VMware vSphere Standard weiterhin verfügbar sein?
Zu zukünftigen Angebots- und Lizenzierungsmodellen von vSphere Standard gibt es derzeit unterschiedliche Marktinformationen. Eine öffentlich belastbare Bestätigung von Broadcom zu möglichen zukünftigen Einschränkungen oder Core-Grenzen liegt aktuell nicht vor. ACP berücksichtigt deshalb jeweils die offiziell verfügbaren Angebote und Konditionen.
Muss für VVF 9.1 oder VCF 9.1 neue Hardware beschafft werden?
Nicht grundsätzlich. Ob bestehende Systeme weiterverwendet werden können, hängt von der jeweiligen Hardwarekonfiguration und ihrer Kompatibilität mit der Zielplattform ab. Eine frühzeitige Prüfung schafft Klarheit über mögliche Weiterverwendung und notwendigen Modernisierungsbedarf.
Wann sollte mit der Planung begonnen werden?
Unternehmen sollten die Zeit bis Oktober 2027 bewusst nutzen. Gerade bei größeren Umgebungen benötigen Plattformauswahl, Budgetierung, Architektur, Tests und Migration ausreichend Vorlauf. Ein früher Start ermöglicht es, unterschiedliche Optionen ohne unnötigen Zeitdruck zu bewerten.
