Ausgangssituation: Unterschiedliche Systeme und komplexe Partnerstruktur
Die bestehende IT-Infrastruktur war über viele Jahre gewachsen und wurde in einem externen Rechenzentrum betrieben. Unterschiedliche Softwarelösungen, individuelle Eigenentwicklungen sowie zahlreiche Schnittstellen zu Drittanbietern führten zu einer komplexen Systemlandschaft. Vor diesem Hintergrund entschied sich die Firma Gatt für einen grundlegenden Technologiewechsel: Die gesamte Infrastruktur sollte auf Microsoft Azure migriert, modernisiert und künftig durch ACP Tirol betrieben werden. Neben der technischen Migration galt es auch, sämtliche Systeme, Zugänge, Verantwortlichkeiten und Betriebsprozesse vom bisherigen Betreiber zu übernehmen.
Herausforderung: Migration unter höchstem Zeit- und Erfolgsdruck
Das Projekt stellte hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung. Mehrere geschäftskritische Anwendungen – darunter die Logistiksysteme Translogica, GattApp und RZL – mussten ohne Unterbrechung des laufenden Betriebs verfügbar bleiben. Zusätzliche Komplexität entstand durch die Integration von Drittanbieter-Lösungen und unternehmens-spezifischen Eigenentwicklungen. Gleichzeitig musste die Migration großer Datenmengen innerhalb eng definierter Wartungsfenster erfolgen. Besonders herausfordernd war die Tatsache, dass das bisherige Rechenzentrum zu einem fixen Termin außer Betrieb genommen wurde. Ein längerer Parallelbetrieb der alten und neuen Umgebung war aufgrund technischer Abhängigkeiten nicht möglich: Mischszenarien hätten zu erheblichen Performance-Problemen geführt. Daher musste die Umstellung im Rahmen eines synchronen Cutovers exakt zum richtigen Zeitpunkt erfolgen.