Speicherkrise: Warum RAM und SSDs knapp bleiben und was Unternehmen jetzt tun sollten

2 Min. Lesezeit
4. Februar 2026
Speicherkrise: Warum RAM und SSDs knapp bleiben und was Unternehmen jetzt tun sollten
4:27

Lassen Sie sich diesen Blog-Artikel von einer Künstlichen Intelligenz vorlesen.

Der globale KI-Boom verändert den Halbleitermarkt grundlegend. Was als Innovationsschub begann, entwickelt sich zunehmend zu einer strukturellen Herausforderung für klassische IT-Infrastrukturen: RAM- und SSD-Komponenten werden knapper, teurer und schwieriger planbar. Unternehmen, die jetzt nicht vorausschauend handeln, riskieren Projektverzögerungen, Budgetüberschreitungen und Lieferausfälle.

Inhalt 

Ein Markt im Umbruch
Warum RAM und SSDs besonders betroffen sind
Wie lange dauert die Krise? 
Was bedeutet das konkret für Unternehmen? 

ACP Empfehlungen: So bleiben Sie handlungsfähig
Unser Fazit


Ein Markt im Umbruch

Noch vor wenigen Jahren war Arbeitsspeicher eine vergleichsweise gut planbare Commodity. Heute zeigt sich ein völlig neues Bild:

Die weltweite Nachfrage nach Speicher wächst schneller als die Produktionskapazitäten – getrieben vor allem durch den massiven Ausbau von KI-Rechenzentren, Cloud-Plattformen und High-Performance-Infrastrukturen.

Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron haben ihre strategischen Schwerpunkte deutlich verlagert: Statt klassischem DRAM und NAND-Flash für PCs, Server und Storage-Systeme wird zunehmend High Bandwidth Memory (HBM) für KI-Beschleuniger priorisiert – ein Markt mit deutlich höheren Margen.

Das Ergebnis: Weniger Kapazität für den klassischen IT-Bedarf, steigende Preise und längere Lieferzeiten.

 

Warum RAM und SSDs besonders betroffen sind

1. KI verdrängt klassische Speicherproduktion

Moderne KI-Systeme benötigen enorme Speicherbandbreiten. HBM wird direkt auf GPUs gestapelt und ist um ein Vielfaches teurer als herkömmlicher DRAM. Da Fertigungskapazitäten begrenzt sind, verdrängt diese Technologie zunehmend Standard-RAM und NAND-Flash.

2. Gedrosselte NAND-Produktion

Nach der Überproduktion in den Jahren 2022/23 wurden viele NAND-Fabriken bewusst zurückgefahren. Der aktuelle Nachfrageanstieg trifft nun auf ein künstlich verknapptes Angebot.

3.. Hohe Marktkonzentration

Der Weltmarkt für Speicherchips wird von wenigen Herstellern dominiert. Strategische Entscheidungen einzelner Anbieter wirken sich daher unmittelbar auf Preise und Verfügbarkeit aus.

4. Steigende Produktionskosten

Energiepreise, Rohstoffe, Logistik und Investitionen in neue Fertigungstechnologien treiben die Gesamtkosten weiter nach oben.

AI Datacenter Technician

 

Wie lange dauert die Krise?

Branchenanalyst:innen gehen davon aus, dass sich der Markt frühestens ab 2027/28 spürbar entspannen könnte. Zwar sind neue Fabriken geplant, doch der Bau und die Inbetriebnahme moderner Halbleiterwerke benötigen mehrere Jahre.

Kurz- und mittelfristig ist daher weiterhin mit den folgenden Auswirkungen zu rechnen:

  • Preisschwankungen auf hohem Niveau
  • eingeschränkten Lieferkontingenten
  • längeren Projektlaufzeiten

 

Was bedeutet das konkret für Unternehmen?

Für viele Organisationen betrifft das Thema nicht nur IT-Budgets, sondern auch:

  • Rollouts von Clients und Servern
  • Virtualisierungs- und Storage-Projekte
  • ERP- und Datenbankmodernisierungen
  • Backup- und Archivlösungen
  • KI- und Analytics-Plattformen

Fehlende oder verspätete Hardware kann heute ganze Digitalisierungsprojekte verzögern.

Team Besprechung - IT Projekt - IT Team

 

ACP Empfehlungen: So bleiben Sie handlungsfähig

1. Vorausschauend planen

Berücksichtigen Sie Ihren Speicherbedarf 12 bis 18 Monate im Voraus, insbesondere bei Server-, Storage- und VDI-Projekten.

2. Spezifikationen flexibel halten

Definieren Sie Freigaben für mehrere Hersteller, Serien oder Speicherkonfigurationen. Das erhöht die Lieferfähigkeit deutlich.

3. Preise und Kontingente absichern

Um Preisschwankungen und mögliche Engpässe zu vermeiden, empfehlen wir – wo möglich – Vorab-Allokationen oder projektbezogene Reservierungen.

4. Architektur überprüfen

In vielen Fällen lassen sich durch clevere Speicherarchitekturen, Tiering, Kompression oder Virtualisierung Kapazitäten effizienter nutzen.

 

Unser Fazit

Die aktuelle Speicherkrise ist kein kurzfristiges Phänomen, sondern Ausdruck eines strukturellen Wandels im IT-Markt.

Unternehmen, die jetzt auf Transparenz, Flexibilität und strategische Planung setzen, sichern sich nicht nur Lieferfähigkeit, sondern auch Wettbewerbsvorteile.

Wir unterstützen Sie gerne bei:

  • der vorausschauenden Bedarfsplanung
  • der Optimierung Ihrer Speicherarchitektur
  • der Absicherung von Preisen und Lieferkontingenten

Sprechen Sie uns frühzeitig an. Gemeinsam finden wir die beste Lösung für Ihre Anforderungen.

Kontakt aufnehmen

ACP bleibt Ihr stabiler und verlässlicher Partner

Wir unterstützen Sie gerne bei:
der vorausschauenden Bedarfsplanung
• der Optimierung Ihrer Speicherarchitektur
• der Absicherung von Preisen und Lieferkontingenten

Gemeinsam finden wir die beste Lösung für Ihre Anforderungen!

 

Updates for innovators:
Abonnieren Sie unseren Blog.