Mit der AMD Ryzen™ AI 400-Serie für mobile Business-Geräte und der AMD EPYC™ 9005-Serie für moderne Rechenzentren stärkt AMD sein Prozessor-Portfolio für KI- und Unternehmens-Workloads. Die Notebook-Prozessoren mit dem Codenamen Gorgon Point bringen KI-Beschleunigung direkt ins Endgerät, während AMD EPYC™ 9005, Codename Turin, hohe Rechenleistung, Speicherbandbreite und I/O-Kapazität für Data Center, Cloud und KI-Infrastrukturen bereitstellt. Ergänzend adressiert die AMD EPYC™ 8004-Serie, Codename Siena, energieeffiziente Single-Socket-, Edge- und Telco-Szenarien.
AMD Ryzen™ AI 400-Serie: KI-Beschleunigung direkt im Gerät
Die AMD Ryzen™ AI 400-Serie baut auf der bekannten Kombination aus „Zen 5“-CPU-Kernen, RDNA 3.5-Grafik und der zweiten Generation der XDNA-NPU (Neural Processing Unit) auf. Die dedizierte KI-Engine erreicht je nach Modell bis zu 60 TOPS (Tera Operations per Second) und liegt damit deutlich über der Schwelle von 40 TOPS, die für Microsofts Copilot+ PC-Funktionen vorausgesetzt wird. KI-Aufgaben wie Sprachverarbeitung, Bildbearbeitung oder Videokonferenz-Effekte lassen sich so lokal auf dem Gerät ausführen, ohne Umweg über die Cloud.
Die Spitzenmodelle AMD Ryzen™ AI 9 HX 475 und HX 470 bieten bis zu 12 Kerne und 24 Threads sowie eine integrierte Radeon™ 890M mit 16 Recheneinheiten. Die Modellpalette reicht vom Ryzen™ AI 9 HX 475 und HX 470 mit Radeon™ 890M bis zu Ryzen™ AI 7- und AI 5-Modellen mit Radeon™ 860M bzw. 840M. Alle Modelle arbeiten mit einer konfigurierbaren TDP von 15 bis 54 Watt. Je nach Notebook‑Design unterstützt die Plattform moderne Standards wie Wi‑Fi 7, Bluetooth 5.4, USB4, HDMI 2.1 und DisplayPort 2.1. Für den mobilen Einsatz nennt AMD in eigenen Tests eine Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden.
Zur Leistungseinordnung nennt AMD vor allem den Fortschritt gegenüber älterer Hardware: Verglichen mit einem rund vier Jahre alten Notebook der eigenen Vorgängergeneration ohne dedizierte KI-Hardware gibt der Hersteller je nach Benchmark spürbare Zuwächse an (unter anderem in Cinebench, Geekbench und PassMark). Ergänzend führt AMD Vorteile bei Multithread- und Office-Multitasking-Aufgaben gegenüber aktuellen Konkurrenzprodukten an. Wie bei Herstellerangaben üblich handelt es sich um Höchstwerte unter definierten Testbedingungen; reale Ergebnisse hängen von Konfiguration, Treiberstand und Anwendungsszenario ab.
AMD Ryzen™ AI 400-Serie Prozessor mit PRO Technologien: Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen für Unternehmen
Für den geschäftlichen Einsatz stellt AMD die PRO-Varianten der Serie bereit. Sie entsprechen technisch den Consumer-Modellen, ergänzen diese aber um die AMD PRO Technologien – ein Bündel aus Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen. Dazu zählen AMD Memory Guard zur Verschlüsselung des Arbeitsspeichers, AMD Robust Security als Basis für Sicherheitslösungen von Betriebssystem- und Geräteherstellern sowie die Integration von Microsoft Pluton für durchgängige Chip-zu-Cloud-Sicherheit.
AMD beschreibt den Ansatz als mehrschichtiges Sicherheitskonzept, das vom Prozessor bis zur Plattform reicht und sich in Secured-Core-PCs mit Windows 11 einfügt. Ergänzt werden die PRO-Modelle um Funktionen für eine schnellere Geräte-Bereitstellung und Fernverwaltung, die vor allem für IT-Abteilungen mit größeren Geräteflotten relevant sind.
AMD EPYC™ 9005 „Turin“: Rechenleistung für Data Center und KI
Im Rechenzentrum bildet die fünfte EPYC™-Generation (Serie 9005, Codename Turin) das Leistungssegment ab. Sie nutzt die „Zen 5“- und „Zen 5c“-Architektur im 3- bzw. 4-nm-Verfahren und skaliert von 8 bis 192 Kernen (bis zu 384 Threads) pro CPU. Die Prozessoren bleiben mit dem etablierten SP5-Sockel kompatibel, was Bestandskunden einen vergleichsweise einfachen Aufrüstpfad eröffnet. AMD nennt Taktraten von bis zu 5 GHz, zwölf DDR5-Speicherkanäle mit bis zu 6.400 MT/s und bis zu 6 TB Arbeitsspeicher pro Sockel sowie bis zu 128 PCIe-Gen5-Lanes und Unterstützung für CXL 2.0. Die konfigurierbare TDP reicht je nach Modell von 155 bis 500 Watt.
Gegenüber der Vorgängerarchitektur „Zen 4“ gibt AMD eine um bis zu 17 Prozent höhere Rechenleistung pro Takt (IPC) für Enterprise- und Cloud-Workloads an, bei KI- und HPC-Anwendungen bis zu 37 Prozent. Als spezialisiertes Modell hebt AMD den EPYC™ 9575F hervor, der mit bis zu 5 GHz als Host-CPU für GPU-gestützte KI-Systeme ausgelegt ist und die angeschlossenen Beschleuniger möglichst zügig mit Daten versorgen soll. Weitergehende Wettbewerbsvergleiche veröffentlicht AMD mit detaillierten Konfigurationsangaben; wie bei Herstellerangaben üblich handelt es sich um definierte Benchmark-Szenarien, deren Ergebnisse von Konfiguration und Workload abhängen.
Beim Thema Sicherheit setzt die Serie auf die AMD-Infinity-Guard-Funktionen. Neben Secure Encrypted Virtualization (SEV) führt die 5. Generation die Funktion Trusted I/O ein, die die vertrauenswürdige Ausführungsumgebung per PCIe-Link-Verschlüsselung auf externe Geräte wie GPUs und Beschleuniger ausweitet – relevant vor allem dort, wo KI-Daten zwischen CPU und GPU bewegt werden. Server auf Basis der 9005-Serie sind unter anderem bei Dell, Hewlett Packard Enterprise, Lenovo und anderen Plattformen verfügbar; zusätzlich bieten führende Cloud-Anbieter wie AWS, Microsoft Azure, Google Cloud, Oracle Cloud und IBM Cloud EPYC™-basierte Instanzen an.
AMD EPYC™ 8004 „Siena“: Effizienz für Edge und Single-Socket
Ergänzend zur Leistungsklasse adressiert die AMD EPYC™ 8004-Serie (Codename Siena) Umgebungen mit begrenztem Platz- und Energiebudget. Sie basiert auf der besonders dichten „Zen 4c“-Architektur im 5-nm-Verfahren und bietet 8 bis 64 Kerne mit bis zu 128 Threads in einem Single-Socket-Design (1P). Zum Einsatz kommt der kompaktere SP6-Sockel mit sechs DDR5-Speicherkanälen.
Mit einer konfigurierbaren TDP ab 70 Watt ist die Serie auf Energieeffizienz und niedrige Betriebskosten ausgelegt. AMD positioniert sie für Edge-Standorte, Telekommunikationsnetze, Retail-Umgebungen und Rechenzentren mit hohen Anforderungen an Platz und Kühlung – einschließlich sogenannter NEBS-freundlicher Modelle für den Betrieb unter schwankenden Umgebungstemperaturen. Während die 9005-Serie auf maximale Leistung zielt, steht bei der 8004-Serie das Verhältnis aus Leistung, Dichte und Effizienz im Vordergrund.
Ausblick
Mit der Aktualisierung über beide Produktlinien hinweg verfolgt AMD eine durchgängige Strategie: KI-Verarbeitung soll sowohl am Endpunkt – im Notebook mit dedizierter NPU – als auch im Rechenzentrum effizient möglich sein. Dass dieser Ansatz zunehmend Anklang findet, zeigt der gewachsene Marktanteil: Nach Zahlen von Mercury Research (Q2 2025) kommt AMD im Server-CPU-Segment inzwischen auf über 40 Prozent Umsatzanteil. Für Unternehmen bedeutet das eine breitere Auswahl an Bausteinen, um KI-gestützte Anwendungen entlang der gesamten Infrastruktur abzubilden. Wie relevant die einzelnen Modelle im konkreten Fall sind, hängt jedoch stark vom jeweiligen Einsatzszenario, den bestehenden Systemen und den individuellen Anforderungen ab.
ACP als Ihr Partner für moderne Arbeitsplatzlösungen
Als langjähriger IT-Lösungsanbieter unterstützen wir Unternehmen dabei, die passenden Technologien für ihre individuellen Anforderungen zu finden – vom KI-fähigen Arbeitsplatz mit AMD Ryzen™ AI PRO Prozessoren bis zur leistungsstarken oder energieeffizienten Server-Landschaft auf Basis von AMD EPYC™. Ob Modern Workplace oder Hybrid Cloud & Datacenter: Wir beraten Sie herstellerunabhängig, kompetent und lösungsorientiert und begleiten Sie von der Auswahl bis zur Umsetzung.


