Mit der neuen Storage-Architektur NetApp Novus und Weiterentwicklungen rund um Datenmanagement, Automatisierung und Cyber-Resilienz hat NetApp auf der INSIGHT 2026 mehrere Neuerungen vorgestellt, die Unternehmen beim Aufbau und Betrieb von KI-Plattformen unterstützen sollen. Im Mittelpunkt stehen dabei weniger die Rechenressourcen selbst als die Frage, wie Daten für KI-Anwendungen schnell, sicher und kontrolliert bereitgestellt werden können.
Neue Speicherarchitektur für große KI-Umgebungen
Mit NetApp Novus präsentierte der Hersteller eine neue Storage-Architektur für sogenannte AI Factories und andere großskalige KI-Umgebungen. Ziel ist es, Daten mit hoher Geschwindigkeit für rechenintensive KI-Workloads bereitzustellen.
Kern des Konzepts ist die Trennung von Metadaten- und Datenebene. Dadurch soll die Architektur auch bei sehr großen Datenmengen skalierbar bleiben und Engpässe bei der Versorgung leistungsfähiger GPU-Infrastrukturen reduzieren. NetApp positioniert Novus insbesondere für Unternehmen und Organisationen, die große KI-Modelle trainieren oder produktive KI-Anwendungen betreiben.
Datenmanagement wird zum Erfolgsfaktor für KI
Parallel dazu wurde die NetApp AI Data Engine (AIDE) weiterentwickelt. Die Lösung soll Daten über unterschiedliche Speicherplattformen hinweg erfassen, klassifizieren und für KI-Anwendungen nutzbar machen.
Dabei geht es nicht nur um den Zugriff auf Datenbestände, sondern auch um die Einhaltung von Governance-Vorgaben und Zugriffsrechten. Gerade in regulierten Branchen gewinnt dieser Aspekt an Bedeutung, da KI-Projekte häufig auf Daten aus unterschiedlichen Quellen und Speicherumgebungen zugreifen müssen.
Die Ankündigungen zeigen, dass Unternehmen neben Rechenleistung zunehmend Strukturen benötigen, um Daten konsistent, nachvollziehbar und regelkonform bereitzustellen.
Erweiterungen für Multi-Cloud und Cyber-Resilienz
Auch Hybrid- und Multi-Cloud-Szenarien wurden weiter ausgebaut. Künftig stehen ONTAP-Services neben Microsoft Azure, AWS und Google Cloud auch auf Oracle Cloud Infrastructure zur Verfügung.
Neuigkeiten gab es zudem bei Datensouveränität und Cyber-Resilienz. Mit Keystone Sovereign adressiert NetApp Anforderungen an den Verbleib von Daten innerhalb des EU-Raums. Gleichzeitig wurden die Integrationen mit Commvault und Veeam erweitert, um Wiederherstellungsprozesse nach Sicherheitsvorfällen zu beschleunigen.
Für Unternehmen rücken damit Fragen in den Vordergrund, wie Daten über verschiedene Cloud- und Rechenzentrumsumgebungen hinweg verwaltet werden können, ohne Anforderungen an Compliance, Verfügbarkeit und Sicherheit zu vernachlässigen.
Mehr Automatisierung in der Speicherverwaltung
Mit der neuen NetApp Console bündelt der Hersteller Management-, Monitoring- und Automatisierungsfunktionen für ONTAP-, StorageGRID- und E-Series-Umgebungen in einer zentralen Plattform.
Ergänzt wird dies durch zusätzliche autonome Betriebsfunktionen. Hintergrund ist die zunehmende Komplexität moderner Datenplattformen, die sich über unterschiedliche Standorte, Cloud-Dienste und Speichertechnologien erstrecken. Unternehmen sollen Verwaltungsaufwände reduzieren und gleichzeitig mehr Transparenz über ihre Dateninfrastruktur erhalten.
Was die Entwicklungen für Unternehmen bedeuten
Die vorgestellten Neuerungen zeigen, dass der Aufbau von KI-Plattformen zunehmend zu einer Datenfrage wird. Viele Unternehmen verfügen bereits über umfangreiche Datenbestände, diese liegen jedoch häufig verteilt über verschiedene Speicher- und Cloud-Plattformen, unterliegen unterschiedlichen Zugriffsrechten oder erfüllen nicht die Anforderungen moderner KI-Anwendungen.
Für IT-Verantwortliche stellt sich damit die Frage, wie bestehende Speicher- und Datenstrategien weiterentwickelt werden können, ohne neue Datensilos zu schaffen oder Anforderungen an Sicherheit, Compliance und Datensouveränität zu vernachlässigen. Gleichzeitig müssen Daten für KI-Workloads in ausreichender Geschwindigkeit verfügbar sein.
ACP begleitet Unternehmen bei der Planung und Weiterentwicklung entsprechender Daten- und Storage-Strategien. Dazu gehören die Bewertung bestehender Infrastrukturen, die Implementierung von Hybrid-Cloud- und Storage-Lösungen, die Integration von Sicherheits- und Backup-Konzepten sowie der Betrieb und die laufende Optimierung der jeweiligen Plattformen. Die auf der NetApp INSIGHT 2026 vorgestellten Entwicklungen liefern dafür neue technische Möglichkeiten, die künftig in konkrete Infrastruktur- und KI-Projekte einfließen können.
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